Baunscheidtverfahren

Nach Carl Baunscheidt (1809-1873), dem Erfinder der Brustmilchpumpe. Er litt unter Gelenkbeschwerden der Hände und entdeckte ein interessantes Phänomen. Gemäss Überlieferung soll der damals 36jährige im Sommer 1848 in seinem Garten eingeschlafen sein, derweil trieben ganz besonders stechfreudige Mücken ihr Unwesen. Sie stachen Baunscheidt unzählige Male in seine scherzenden Hände. Als er erwachte, machte er eine aussergewöhliche Feststellung: Durch die Mückenstiche waren seine Schmerzen wie weggeflogen. Die Familienchronik der Baunscheidts berichtet, dass Carl Baunscheidt zu diesem Zeitpunkt Kontakt zu einem Missionar aus China gehabt hat. Dieser Missionar hatte ihm bereits von Erfolgend der chinesischen Akupunktur berichtet. Aus dieser Beobachtung heraus entwickelte er seinen berühmten „Lebenswecker“ zum Erzeugen künstlicher Mückenstiche. Die „Akupunktur“ des Westens war geboren.
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Ableitungsverfahren
Das Baunscheidverfahren mit histaminhaltigem Öl gehört zu den Ableitungsverfahren, das einer Hautreizung mit Brennnesseln oder Mückenstichen nachempfunden ist.

Dazu wird mit einem Einweg-Nadelstempel (dem sogenannten Lebenswecker) die oberste Hautschicht der zu behandelnden Hautzone leicht perforiert und anschliessend ein spezielles Baunscheidtöl eingerieben. Nach wenigen Minuten bilden sich kleine intrakutane Bläschen (Quaddeln), die Lymphflüssigkeit enthalten. Dabei entsteht Juckreiz und leichtes Brennen, was ein gewünschter Effekt ist. Die Quaddeln verschwinden innerhalb einer Stunde wieder und hinterlassen keinerlei bleibende Hautveränderungen. Durch die Quaddelbildung wird erkennbar, dass das Baunscheidtverfahren die ableitenden Funktionen des Lymphsystems und damit die interstitielle Entsorgung anregt.

Das Baunscheidtverfahren wird in der TEN häufig angewendet und ist bei einem breiten Spektrum von Krankheiten und Beschwerden indiziert.

Wirkung
Durchblutungssteigernd, schmerzlindernd auf reflektorischem Weg, tonusregulierend.

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Öffnungszeiten:

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